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Welche Symptome hat Osteoporose?

Vielen Betroffenen ist zunächst gar nicht bewusst, dass sich bei ihnen eine Osteoporose gebildet hat, da die Erkrankung in der ersten Phase zum Großteil einen stillen Verlauf hat. Eindeutige Symptome die eine frühe Diagnose zulassen würden, sind kaum vorhanden. Deswegen ist das erste Anzeichen von Knochenschwund oft ein Bruch. Kombiniert mit der geschwächten Reparaturfähigkeit der Knochen, kommt es nach einem Knochenbruch häufig zur einer langwierigen Phase der Genesung, in der es häufig zur Entstehung von Schmerzen kommt.

Auflistung der Symptome bei fortgeschrittenem Knochenschwund

  • Abnahme der Körpergröße:
    Aufgrund von Osteoporose kommt es zum Zusammenbruch der Wirbelkörper. Dadruch kann die Körpergroße um bis zu 4 cm sinken. Desweiteren kommt es zu einer Verkürzung des Rumpfes, wodurch es zu einer schmerzhaften Berührung zwischen Rippenbogen und Beckenkamm kommen kann. Der Abstand von Fuß zu Hüfte bleibt genauso wie die Armspannweite unverändert.
  • Chronischer Osteoporoseschmerz:
    Ähnlich wie die Abnahme der Körpergröße wird auch der chronische Osteoporoseschmerz durch den Einbruch der Wirbelkörper verursacht. Die fehlgebildete Statik des Skeletts führt zur Überbelastung des Bewegungsapparats, wodurch schmerzhafte Reizungen und Muskelverspannungen entstehen.
  • Akuter Rückenschmerz:
    Der akute Schmerz wird durch den Bruch eines Wirbelkörpers verursacht. Nicht selten vernehmen die Betroffenen eines lautes Knacken im Rücken verbunden mit einem stechenden Schmerz.
  • Tannenbaumphänomen:
    Durch den Größenverlust entstehen am Rücken die charakteristischen Hautfalten, welche entfernt an einen Tannenbaum erinnern.
  • Baastrup-Syndrom:
    Aufgrund der Höhenminderung der Wirbelkörper kommt es zu äußerst schmerzhaften Berührung der Dornfortsätze.
  • Osteoporose-Bäuchlein: Die verkürzte Wirbelsäule führt zu einer Krümmung des Bauches, wodurch der Brustkorb so stark verformt wird, dass es im Extremfall zu Schwierigkeiten bei der Atmung kommen kann.
  • Witwenbuckel:
    Der typische Rundrücken (auch Witwenbuckel genannt) wird durch den keilförmigen Einbruch der Brustwirbel verursacht.