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Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Die verlässlichste und am häufigsten angewandte Methode um eine Diagnose zu stellen, ist die sogenannte Osteodensitometrie (Messung der Knochendichte). Um Osteoporose festzustellen, wird in diesem speziellen Röntgenverfahren der Mineralgehalt der Knochen gemessen. Dabei kommt eine schwache Röntgenstrahlung zum Einsatz, welche je nach Knochendichte abgeschwächt wird. Anhand dieser Abschwächung kann man den Zustand der Knochen erkennen.

Üblicherweise wird diese Art der Diagnose an der Lendenwirbelsäule oder am Oberschenkelhals angewendet, da an diesen Stellen des Körpers, die höchste Wahrscheinlichkeit besteht Knochenbrüche durch Osteoporose zu erleiden. Anschließend werden die Messergebnisse in Relation zu einem Normwert (T-Wert) gesetzt, welcher sich an der Knochendichte eines gesunden, jungen Erwachsenen orientiert.

Bei der Unterschreitung dieses Normwerts muss es sich aber nicht zwangsläufig um eine akute Osteoporose handeln, denn die Abnahme der Knochendichte ist besonders bei älteren Menschen ein völlig natürlicher Vorgang. Wird ein bestimmter Wert allerdings unterschritten, so sprechen die Mediziner von Knochenschwund mit einer erhöhten Gefahr von Knochenbrüchen.

Anhand mehrerer Faktoren können Sie feststellen ob eine Messung bei Ihnen sinnvoll ist:

Eine Messung empfiehlt sich,

  • bei Überschreitung eines bestimmten Alters (Richtwert meist bei 70 Lebensjahren)
  • wenn Sie bereits an Krankheiten leiden, welche die Entstehung einer Osteoporose unterstützen (Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa)
  • bei einem Knochenbruch durch einen verhältnismäßig leichten Unfallhergang
  • falls Ihr Arzt ein erhöhtes Risiko feststellt, in den kommenden Jahren einen Bruch der Wirbelkörper oder des Oberschenkelhalsknochens zu erleiden

Anhand dieser Informationen können Aussagen über die Wahrscheinlichkeit späterer Knochenbrüche, das Ausmaß der Osteoporose und über die den Erfolg einer möglichen Therapie getroffen werden.