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Was ist Osteoporose überhaupt ?

Knochenbrüche

Die Osteoporose, welche im Volksmund auch Knochenschwund genannt wird, ist eine der Erkrankungen, welche überwiegend Menschen mit fortgeschrittenem Alter betreffen. Durch den übermäßig schnellen Abbau von Knochenmasse, macht Osteoporose den Körper besonders anfällig für Brüche (Frakturen). Auch die Störung des Knochenstoffwechsel bedingt eine weitere Verschlechterung der Elastizität.

Der Knochenschwund wirkt sich dabei nicht auf eine spezielle Region im Körper aus, sondern befällt das gesamte Skelett, was aber nicht bedeutet, dass es an bestimmten Stellen häufiger zu Knochenbrüchen kommt. Wegen der großen Belastung durch das eigene Körpergewicht sind beispielsweise die Hüfte, Oberschenkel und Wirbelsäule am häufigsten von Frakturen betroffen.

In der Regel tritt der Abbau der Knochensubstanz ab dem 40. Lebensjahr ein, was völlig natürlich ist. Bei Menschen die unter Osteoporose leiden, geht dieser Prozess jedoch deutlich schneller vonstatten als bei einer gesunden Person. Immer öfter wird die Diagnose Osteoporose jedoch auch bei jungen Menschen gestellt.

Zeitpunkt der Diagnose entscheidend

Der Zeitpunkt der Erkennung spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn die ersten Jahre der Erkrankung laufen nicht selten ohne spürbare Symptome ab. Falls man einer Risikogruppe angehört, sollte man deshalb regelmäßig eine Untersuchung auf Knochenschwund durchführen lassen, um möglichst früh präventive Maßnahmen (zum Beispiel: Arzneimittel oder Nahrungsumstellung) einzuleiten.

Risikofaktoren

Allgemein geht die Medizin von fünf verschiedenen Faktoren aus, die im Laufe des Lebens Osteoporose verursachen können. Dazu zählen: Ernährung, Störung des Mikronährstoff-Haushalts, Lebensstil, äußere Einflüsse und andere Faktoren. Eine genauere Beschreibung dieser Einflussfaktoren finden Sie im Abschnitt “Ursachen”. In hohem Alter tritt keine andere Erkrankung der Knochen mit so hoher Wahrscheinlichkeit auf wie Osteoporose.

Jedoch müssen beim Knochenschwund zwei grundlegende Formen unterschieden werden: Zum einen gibt es die primäre Osteoporose (auch bekannt als idiopathische Osteoporose), welche ohne erkennbare Ursachen entsteht. Zum anderen gibt es die sekundäre Osteoporose, welche als Folgeerkrankung entstehen kann. Zu den Auslösern zählen Krankheiten wie Diabetes, rheumatoide Arthritis oder eine Schilddrüsenunterfunktion. In den folgenden Artikeln finden Sie Information zu allen wesentlichen Fragen, welche rund um das Thema Osteoporose aufkommen.

Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat Osteoporose?

Laut der WHO (World Health Organisation) ist Osteoporose die am meisten unterschätzte Volkskrankheit. Über 10 Prozent der gesamten Weltbevölkerung leidt unter der Erkrankung. Diese Zahlen geben Grund zur Sorge, den Neben der Gesundheit belastet Osteoporose auch das Gesundheitsbudget der einzelnen Länder. Hinzu kommt, dass keine Rückgang der Erkrankungen in Sicht ist. Ganz im Gegenteil für die nächsten 30 Jahre wird eine enorme Steigerung der Krankheitsfälle erwartet.

Vor allem fehlende Bewegung, sowie falsche Ernährung und andere ungesunde Gewohnheiten lassen die Zahl der Knochenschwundpatienten in den kommenden Jahren weiter steigen. Forscher warnen davor Osteoporose auf die leichte Schulter zu nehmen. Es wird dazu aufgerufen sich regelmäßig einer Knochendichtemessung zu unterziehen, besonders wenn man einer Risikogruppe angehört, denn im frühen Stadium der Erkrankung sind Behandlungserfolge wesentlich häufiger.

Vergleicht man die Vorsorgemaßnahmen mit der Grippe, so werden die Ausmaße erst deutlich. Jährlich lassen sich 20 Millionen Deutsche präventiv gegen Grippe impfen. Von den Personen die bereits einen Wirbelbruch erlitten haben unterziehen sich lediglich 9 Prozent einer Knochendichtemessung. Wohlgemerkt zählen diese 9 Prozent eindeutig zu einer Risikogruppe.

Das bedeutet, dass der Prozentsatz derjenigen die noch keinen Wirbelbruch erlitten haben, verschwindet gering ist, obwohl Knochenschwund weitaus fataler Folgen als eine Grippe haben kann. Um diesem Trend entgegenzuwirken fordern Experten eine weitläufige Verbesserung der Patientenaufklärung. Potentiell Gefährdete sollen für die Krankheit sensibilisiert werden und mehr über vorbeugende Maßnahmen wie Sport oder eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen erfahren.

Denn wer schon in jungen Jahren auf seine Knochen achtet und sich regelmäßig untersuchen lässt, der wird sich in Zukunft weniger Sorgen machen müssen. Gleichzeitig entfallen dadurch auch teure Behandlungen und Operation, was zum Wohl der ganzen Gesellschaft beiträgt.

Beachten Sie, dass diese Seite als Ratgeber dienen soll. Die enthaltenen Informationen ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt